Ralf Schlenger
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Birgit Matejka Werner Stingl Ralf Schlenger Dr. Ina Schicker Dr. Ulrich Scharmer Dr. Fabienne Hübener

WIE BITTE?

Jede/r fünfte hört schlecht

Können Sie ein Tischgespräch bei einem großen Abendessen verfolgen? Falls nein, gehören Sie vielleicht zu den 15 bis 20 Prozent der Menschen in Deutschland, die eine Hörstörung aufweisen...

Knapp zwei Prozent sind nach Angaben des Deutschen Schwerhörigenbundes stark bis sehr stark beeinträchtigt, bis hin zur Gehörlosigkeit.

Hörstörungen sind also häufig, aber dennoch ein gewisses Tabu. Wer schlecht hört, im Gespräch oft nachfragt, verständnislos blickt, gilt schnell als begriffstutzig. Und so ein braunes Teil im Ohr, ein Hörgerät,  ist auch keine Zierde.... Beide Meinungen sind Vorurteile.

Dass man mit fortschreitendem Alter schlechter hört, ist bis zu einem gewissem Grad normal. Dennoch arrangieren sich viel Menschen lange, zu lange mit der Schwerhörigkeit, und lassen Beeinträchtigung ihres Alltags zu: Sie stellen das Fernsehen lauter, bis es beim Nachbarn zu hören ist, sie riskieren Missverständnisse, sie überhören die warnende Fahrradklingel, ihre Mitmenschen müssen laut und langsam mit ihnen sprechen und sie ansehen, damit von den Lippen gelesen werden kann. Schlimmer noch: Viele schwerhörige Menschen geben auf, ziehen sich aus dem geselligen Leben zurück.

Hört, hört!

Schwerhörigkeit ist eine häufige Erkrankung, kann akut auftreten (Knall, Hörsturz) oder chronisch werden (Alter, Berufslärm, Disko). Es gibt  vorübergehende und bleibende Schäden.

Bei normalem Hörvermögen versteht man Umgangssprache in mehr als sechs Metern Entfernung. Ärzte unterteilen in

  • geringradige Schwerhörigkeit: Hörweite für Umgangssprache vier bis sechs Meter
  • mittelgradige Schwerhörigkeit: Hörweite ein bis vier Meter
  • hochgradige Schwerhörigkeit: Hörweite 25 Zentimeter bis ein Meter
  • Taubheit: alles darunter.

Wie werden Hörstörungen festgestellt?

Natürlich wird Ihr Arzt Sie zunächst untersuchen und das Ohr inspizieren. Nicht selten ist der Gehörgang schlicht verstopft von Ohrschmalz. Dieses kann nach Aufweichen mit einer Lösung durch Spülen schmerzlos entfernt werden, schon hören Sie besser.

Einen Hörweitentest kann ihr Hausarzt ohne Apparate durchführen, indem er ihnen aus einigen Metern Abstand Zahlen vorspricht oder flüstert. Einfache, schmerzlose Tests mit einer Stimmgabel geben Aufschluss, ob das Problem ein- oder beidseitig, im Mittel- oder im Innenohr zu finden ist. Genauen Aufschluss über die Hörschwelle für tiefe und hohe Töne gibt ein Test mit dem Audiometer.

Für speziellere Tests ist der HNO-Arzt zuständig.

Wer ist gefährdet?

Hörstörungen schleichen sich nicht bloß mit dem Alter ein. In Industrie und Handwerk arbeitende Menschen, aber auch Musiker, sind oft an hohe Lärmpegel scheinbar gewöhnt. Dennoch können vor allem schlagartige Geräusche ihr Gehör dauerhaft schädigen. Jugendliche sollten wissen, dass die Schallpegel in Diskotheken und ihrem Walkman-Stöpseln eine "Kriegserklärung für die Ohren" darstellen, wie Experten sagen. Die Schwerhörigkeit nimmt mittlerweile auch bei jungen Menschen stark zu.

Auslöser einer akuten Schwerhörigkeit kann ein Hörsturz oder eine akute Mittelohrentzündung sein.

V.a. bei Kindern ist es wichtig, angeborene oder erworbene Hörfehler so früh wie möglich zu erkennen und zu behandeln, da das Kind sonst schlecht sprechen lernt.

Klein aber fein: Hörgeräte

Die Hörgerätetechnik hat in den vergangenen Jahren gewaltige Fortschritte gemacht. Die Geräte wurden kleiner, sensibler, technisch raffinierter.

  • Das heute gebräuchlichste Hörgeräte ist das Hinter-dem-Ohr-Gerät (HdO-Gerät): klein, leicht, technisch ausgereift und für fast alle Arten der Schwerhörigkeit geeignet.
  • Unauffällig kommt die Hörbrille daher, bei der die Technik in den Brillenbügel eingebaut ist. Von hier führt ein kleiner Schlauch in den Gehörgang.
  • So genannte Im-Ohr-Hörgeräte (IdO-Gerät) finden entweder in der Ohrmuschel Platz (Concha-Gerät) oder verschwinden komplett im Gehörgang (CIC, Completely-in-the-Canal). IdO-Gerät eignen sich im Allgemeinen gut bei geringgradigen Schwerhörigkeiten, weniger für starke Hörverluste.

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