Birgit Matejka Werner Stingl Ralf Schlenger Dr. Ina Schicker Dr. Ulrich Scharmer Dr. Fabienne Hübener

Ein Blick auf unsere Schreibtische und in unsere Köpfe ...

Die Mü-lis schreiben übrigens seit diesem Jahr regelmäßig für die Münchner Abendzeitung und freuen sich über die gute Zusammenarbeit mit der AZ-Redaktion. Hier ein Beispiel.

Fabienne Hübener hat neulich beim Laufen getagträumt, dass sie einen besonders schönen Auftrag bekommt, etwa ein Portrait über eine außergewöhnliche Wissenschaftlerin. Prompt lag die entsprechende Anfrage im E-Mail-Postfach. Jetzt sind die Wintermonate gefüllt. Die anderen Träume - sie stellen sich so ab Kilometer fünf ein - warten noch auf Erfüllung.

Tote Hosen-Frontmann Campino hat sich als Fan von
Angela Merkel geoutet. Und das war leider keine Satire. Bevor man sich nun
Gedanken macht, was Andreas Frege – so heißt er bürgerlich – Hirnverbrennendes eingeworfen hat oder ob der letzte Headbang einer zuviel war, rät Werner Stingl, vielleicht erstmal die Familienvita des ergrauenden Teenyidols zu googeln. Womöglich war der Goldlöffelkauer in echt ja nie der revolutionäre Punk, den er so gewinnträchtig gespielt hat. „Wannsee" hört sich auf nächtlichen Heimfahrten von Medizinkongressen im Autoradio trotzdem ganz nett an. Kaufen würde Stingl die CD aber nur, wenn Merkel bei den Toten Hosen mitsingt und dafür die Politik verlässt.

Birgit Matejka gratuliert ihm Kollegen Werner noch nachträglich ganz herzlich zum Geburtstag. Ein Leidensgenosse, der auch in einer Jahreszeit Geburtstag hat, in der draußen meist nasskaltes Schmuddelwetter herrscht und die Tage viel zu kurz sind.

Ralf Schlenger sinniert aktuell über die Sinnhaftigkeit von Leitlinien im Allgemeinen und der zum Kreuzschmerz im Besonderen. Je nach konsultiertem Expertenkreis ist sie die reine Lehre oder schlicht „die Pest“. Evidenz- oder Eminenzbasiert, das ist auch die Frage bei Empfehlungen zu ADHS. Das Glaubensthema hat RS gerade für die Deutscher Apotheker Zeitung abgearbeitet - buchstäblich -, nachdem ADHS aus Anlass einer Pressemitteilung der GEK in aller Munde war. Ohne verdaut zu werden. - Nun  erfreut sich der Autor an einem relativ komplikationsarmen Sujet wie Schnupfen beim Kleinkind. Zumal hier eigene Beobachtungen eingebracht werden können.

Ina Schicker widmet sich neben dem geschriebenen zunehmend auch der Kunst des gesprochenen Wortes. In ihren Kursen und Führungen über Heilpflanzen und Wildkräuter genießt sie den unmittelbaren Kontakt zu Menschen diesseits des Bildschirms und widmet sich mit Begeisterung der empirischen Erfahrungsmedizin am eigenen Leib. Das Experiment des heutigen Tages heißt "Wildsalat aus Rainkohl, Taubenkropf-Leimkraut, Giersch und zarten Blättchen der Bonsai-Ulme". Wer bezweifelt, dass dies praktisch gelebte Präventionsmedizin ist, dem sei die Lektüre der New York Times Sunday Review empfohlen...

Im Nachklang zum Kongress „Heilkraft der Alpen“ befasst sie sich intensiv mit der Bedeutung traditionellen europäischen Heilwissens für unsere Zeit und für eine moderne präventionsorientierte Ganzheitsmedizin. Tief beeindruckt ist sie von der Tatsache, dass Alpenbewohner möglicherweise schon lange vor den Chinesen das Prinzip der Akupunktur und Reflexzonentherapie kannten und angewandt haben, schon seit jeher zur Gesundheitspflege in Backöfen oder in Brechlbädern zur Flachsherstellung saunierten und über ein enormes Wissen nicht nur zu Heil- und essbaren Wildkräutern, sondern auch über antibiotisch wirksame Insekten oder heilkräftige Pilze verfügten. Angesichts der Tatsache, dass der Bewegungsradius von Kindern seit den 70er Jahren um 90% geschrumpft ist und inzwischen mehr Kinder sich dabei verletzen, weil sie aus dem Bett anstatt von einem Baum fallen, sieht sich Ina Schicker darin bestätigt, dass es dringend geboten ist, das Natur-Defizit-Syndrom (Nature Deficit Disorder) als eines der Hauptprobleme unserer Zeit ernst zu nehmen und mit naturpädagogischen Angeboten aktiv gegen zu steuern.