Birgit Matejka Werner Stingl Ralf Schlenger Dr. Ina Schicker Dr. Ulrich Scharmer Dr. Fabienne Hübener

Ein Blick auf unsere Schreibtische und in unsere Köpfe ...

 

Beim prokrastinierenden Web-Stöbern hat Werner Stingl diese Internetseite gefunden (http://at4.suganormnd.com/?c=de). Interessierte Patienten erfahren hier, wie sie ihren Diabetes mit einer revolutionären neuen Therapie aus der Schweiz besiegen. Dafür bürgt ein mit Bild dargestellter Dr. Klaus Volker, seines Zeichens angeblich berühmter mal deutscher mal schweizer  Endokrinologe und Leiter des Kantonsspitals Luzern. Dumm nur, dass es weder in besagtem Kantonsspital noch in der Zürich-Hirslanden-Klinik  einen Dr. Klaus Volker gibt. Die abgebildete Person ist in Wirklichkeit der Gefäß- und Viszeralchirurg Professor Rudolf Ott  aus Berlin-Spandau. Professor Ott hat Kenntnis vom seriellen Missbrauch seines Bilds, kann aber in den Untiefen des WWWs offensichtlich wenig dagegen unternehmen. Bleibt nur zu hoffen, dass die Angesprochenen schlau genug sind, den Rubel nicht rollen zu lassen und nicht auf die betrügerische Seite hereinfallen.

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Foto: Birgit Matejka

 

Birgit Matejka hat sich gerade mit dem Thema Hormonersatztherapie auseinandergesetzt und musste dabei einige ihrer gut gepflegten Vorurteile relativieren. Ansonsten steckt sie immer noch tief in der COPD und ist mit dem Erstellen von Patientenbroschüren beschäftigt. Da sie in den gesamten Erstellungsprozess involviert ist, kann sie dabei zusehen, wie das Baby langsam wächst.

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Fabienne Hübener hat sich mit Hingabe einer ihrer Lieblingsthemen gewidmet, lustvoll gender-kreativ getextet und freut sich auf das baldige Erscheinen des Beitrags in der Neuen Zürcher Zeitung. Der Titel "Unnützer Sport" wird vermutlich gekippt, ist aber auch irgendwie gut so. Aber ich bleibe dabei: Sport wird überbewertet. Das liegt an unserer gesellschaftlichen Grundhaltung (Wer sich nicht quält und schwitzt, ist selbst Schuld an seinen Erkrankungen) und den vielen Sportforschenden, die durchweg aus sportlichen Elternhäusern stammen und sich nicht vorstellen können, dass auch Action-Paiting, Free-Jazz und auf einem Baumstumpf sitzen die Gesundheit fördern können. Apropos, gibt es eine Studie, die den gesundheitsfördernden Aspekt von Sport direkt mit dem gesundheitsfördernden Aspekt anderer Seinszustände vergleicht? Nö. Und hier ist der Beitrag. (Ich wäre ja stolz, wenn das jetzt der erste gegenderte NZZ-Beitrag wäre. Ist er das?)

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Das Multimedia-Team der Münchner Medizinjournalisten bietet jetzt übrigens neu die Erstellung von Videos im Bereich Medizin, Wissenschaft und Forschung an. Wir machen Ihnen gerne ein Angebot. Hier unser Vorstellungsvideo, hier ein Beispiel (in der Klinik) und noch ein Beispiel (auf der Messe). Und hier ein Beispiel für Text + Video.

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