Birgit Matejka Werner Stingl Ralf Schlenger Dr. Ina Schicker Dr. Ulrich Scharmer Dr. Fabienne Hübener

Ein Blick auf unsere Schreibtische und in unsere Köpfe ...

Die Mü-lis schreiben übrigens seit letztem Jahr regelmäßig für die Münchner Abendzeitung und freuen sich über die gute Zusammenarbeit mit der AZ-Redaktion. Hier mal ein Beispiel.

Fabienne Hübener hat grad für die Münchner AZ über Rückenschmerzen geschrieben. Darüber haben die Mü-Meds mal gemeinsam ein Online-Buch verfasst. Lang ist´s her. Was ist neu? Jetzt kann man sich selbst per App behandeln. Zum Beispiel hier: https://www.riseup-schmerznetz.org/

Birgit Matejka arbeitete gerade gemeinsam mit einer Kollegin an dem Aufbau eines Blogs. Inzwischen steht das Layout und die ersten Texte sind geschrieben. Jetzt ist der Feinschliff dran: letzte optische Mängel ausbügeln, SEO, Verschlagwortung. Außerdem recherchiert sie gerade zum Thema Krebs und Digitalisierung in der Medizin. So wie es aussieht wird die elektronische Patientenakte im kommenden Jahr endlich realisiert. Dabei gibt es ein Basisangebot, das für alle Krankenkassen rechtlich verbildlich ist. Zusätzlich kann jede Krankenkasse auf ihrer digitalen Plattform spezielle Services für ihe Mitglieder anbieten und dafür wird Content gebraucht werden. Ich denke, dass da ein neues Betätigungsfeld für uns Medizinjournalisten entsteht.

Und um zwischendurch den Kopf freizubekommen, macht sie in ihrer Freizeit, wann immer es geht, die Berggipfel von München Hausbergen unsicher.

Werner Stingl kann sich des Eindrucks nicht erwehren, dass so manche deutsche Politiker und Juristen THC-Spuren in Hanfprodukten und Blutproben seltsamerweise strenger betrachten als potenziell kanzerogene Spritzmittelrückstände und andere riskante anthropogene Beimengungen in Atemluft, Trinkwasser und unserer täglichen Nahrung. Stingl findet, für eine solche Geisteshaltung bräuchte es eigentlich ein neues DSM-Kriterium.

Ralf Schlenger sinniert aktuell über die Sinnhaftigkeit von Leitlinien im Allgemeinen und der zum Kreuzschmerz im Besonderen. Je nach konsultiertem Expertenkreis ist sie die reine Lehre oder schlicht „die Pest“. Evidenz- oder Eminenzbasiert, das ist auch die Frage bei Empfehlungen zu ADHS. Das Glaubensthema hat RS gerade für die Deutscher Apotheker Zeitung abgearbeitet - buchstäblich -, nachdem ADHS aus Anlass einer Pressemitteilung der GEK in aller Munde war. Ohne verdaut zu werden. - Nun  erfreut sich der Autor an einem relativ komplikationsarmen Sujet wie Schnupfen beim Kleinkind. Zumal hier eigene Beobachtungen eingebracht werden können.

Ina Schicker widmet sich neben dem geschriebenen zunehmend auch der Kunst des gesprochenen Wortes. In ihren Kursen und Führungen über Heilpflanzen und Wildkräuter genießt sie den unmittelbaren Kontakt zu Menschen diesseits des Bildschirms und widmet sich mit Begeisterung der empirischen Erfahrungsmedizin am eigenen Leib. Das Experiment des heutigen Tages heißt "Wildsalat aus Rainkohl, Taubenkropf-Leimkraut, Giersch und zarten Blättchen der Bonsai-Ulme". Wer bezweifelt, dass dies praktisch gelebte Präventionsmedizin ist, dem sei die Lektüre der New York Times Sunday Review empfohlen...

Im Nachklang zum Kongress „Heilkraft der Alpen“ befasst sie sich intensiv mit der Bedeutung traditionellen europäischen Heilwissens für unsere Zeit und für eine moderne präventionsorientierte Ganzheitsmedizin. Tief beeindruckt ist sie von der Tatsache, dass Alpenbewohner möglicherweise schon lange vor den Chinesen das Prinzip der Akupunktur und Reflexzonentherapie kannten und angewandt haben, schon seit jeher zur Gesundheitspflege in Backöfen oder in Brechlbädern zur Flachsherstellung saunierten und über ein enormes Wissen nicht nur zu Heil- und essbaren Wildkräutern, sondern auch über antibiotisch wirksame Insekten oder heilkräftige Pilze verfügten. Angesichts der Tatsache, dass der Bewegungsradius von Kindern seit den 70er Jahren um 90% geschrumpft ist und inzwischen mehr Kinder sich dabei verletzen, weil sie aus dem Bett anstatt von einem Baum fallen, sieht sich Ina Schicker darin bestätigt, dass es dringend geboten ist, das Natur-Defizit-Syndrom (Nature Deficit Disorder) als eines der Hauptprobleme unserer Zeit ernst zu nehmen und mit naturpädagogischen Angeboten aktiv gegen zu steuern.