Birgit Matejka Werner Stingl Ralf Schlenger Dr. Ina Schicker Dr. Ulrich Scharmer

Ein Blick auf unsere Schreibtische und in unsere Köpfe ...

Werner Stingl hatte am 8. Mai einen Termin zum kostenlosen PCR-Test. Anlass war ein selbst durchgeführter positiver Antigen-Schnelltest tags zuvor. Den hatte er gemacht, weil seine Tochter in der Vorwoche positiv war. Dummerweise hatte Stingl dann aber nur das Handy-Foto seines positiven Schnelltests dabei. Und das reichte als Legitimation für einen kostenlosen PCR-Test nicht aus. Also heimfahren, den Schnelltest im Müll suchen und damit wiederkommen oder, inwischen leicht symptomatisch und damit wohl auch verschärft ansteckungsfähig, im benachbarten Schnelltestzentrum anstehen um sich ein weiteres Mal mit fraglichem Ergebnis im Rüssel bohren zu lassen. Genügt hat dann aber der nicht überprüfungspflichtige Hinweis, dass er mit seiner Tochter eine positive Kontaktperson in der jüngeren Anamnese hatte. Nicht ganz logische Legitimations-Logik. Wie so manches in dieser Pandemie.

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Foto: Oliver Wanke

Birgit Matejka hat kürzlich einem dreitägigen Fortbildungskurs zum Thema Outdoor Video der Akademie der Bayerischen Presse teilgenommen: tolle Leute, beeindruckende Referenten (u.a. Andi Prielmaier, der Gründer des Bayerischen Outdoor Filmfestivals: https://www.expedition-erde.de/referenten/andreas-prielmaier/). Ich habe so viel gelernt und es war so inspirierend, sich mit Leuten austauschen zu können, die sich so für etwas begeistern können. Da wir nur fünf Teilnehmer waren, hatten wir fast eine 1 zu 1 Betreuung. Der Kurs war jeden Cent wert. Ich würde ihn jederzeit wieder buchen, auch wenn das Wetter am ersten Tag nicht mitgespielt hat und wir unsere ersten Drohnenshots in strömendem Regen machen musst und der Aufstieg zur Tölzer Hütte auch eher feucht ausfiel. Aber der Kursleiter Christoph Seidel hat heroisch einen Teil unseren Film-Equpments in einem Kinderanhänger nach oben geschoben und uns während des Aufstiegs mit Brezen bei Laune gehalten.

 Video: Christoph Seidl

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So langsam hängen Ralf Schlenger die Corona-Diskussionen aus dem Hals 'raus. Gibt's keine anderen Themen, die die Welt bewegen? Doch: Zumindest die diabetische Welt feiert 100 Jahre Insulin: Am 27. Juli 1921 gewannen Frederick Banting und Charles Best einen blutzuckersenkenden Extrakt aus der Bauchspeicheldrüse von Hunden. Doch die eigentliche Entdeckung des Hormons ist mindestens 27 Jahre älter als die Experimente der beiden Kanadier. Deren bemerkenswertes Verdienst war freilich die Freigabe ihres Insulinpatents, was der Welt in kürzester Zeit die erste Therapie des Diabetes schenkte. 100 Jahre später gibt es eine ganze Insulinfamilie, die das Leben vieler insulinpflichtiger Menschen besser und leichter gemacht hat. Und dennoch hat sich das Vermächtnis von Banting und Best nur halb erfüllt. ...Wie Insulin zum Medikament wurde, und weshalb sich die Insulinentdecker im Grabe umdrehen würden, erführen Sie von "Evergreening" der Insulinpatente, ist nachzulesen im Deutschen Ärzteblatt Nr. 29/30.

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